Häufig gestellte Fragen: Fledermaus-Detektoren

  1. Pettersson Elektronik verkauft diverses Zubehör wie Kabel, Kopfhörer und Batterien. Muss ich diese Gegenstände von Pettersson Elektronik kaufen oder kann ich auch andere Anbieter wählen?
  2. Gibt es einen "High Frequency"(hochfrequenz)-Ausgang bei den D230/240x Fledermausdetektoren?
  3. Kann ich einen Mono-Rekorder verwenden, um Signale von meinem Fledermausdetektor aufzuzeichnen?
  4. Was sind die Unterschiede zwischen Zeit-Expansions- und Frequenz-Teilungs-Fledermausdetektoren?
  5. Wie richte ich das D240X, um die automatische Aufnahmen zu machen?
  6. Kann ich eine externe Batterie für die D100/D200er Serie verwenden?
  7. Ist es möglich, aufgezeichnete Heterodyne-Signale (Überlagerungssignale) zur Signal-Analyse zu verwenden?
  8. Mein D500X verliert Uhrzeit- und Datumseinstellungen, was kann ich tun?
  9. Welche Art von CF-Karten sollte ich mit dem D500X und D1000X benutzen?
  10. Die Akkuanzeige auf meinem D500X/D1000X Detektor zeigt an, dass der Akku in Ordnung ist, aber der Detektor schaltet sich nach einer kurzen Weile ab.
  11. Sollte ich die CF-Karte vor der Verwendung im D500X formatieren und/oder die "prepare"-Option angewenden?

Antworten

1. Pettersson Elektronik verkauft diverses Zubehör wie Kabel, Kopfhörer und Batterien. Muss ich diese Gegenstände von Pettersson Elektronik kaufen oder kann ich auch andere Anbieter wählen?

In der Regel kann gewöhnliches Zubehör mit Pettersson Fledermausdetektoren verwendet werden. Solange Sie die Empfehlungen in der Bedienungsanleitung des Fledermausdetektors beachten, können Sie ebenso gut Zubehör in Ihrem lokalen Elektronikgeschäft kaufen.

2. Gibt es einen "High Frequency"(hochfrequenz)-Ausgang bei den D230/240x Fledermausdetektoren?

Ein "High Frequency"-Ausgang gibt das ursprüngliche, unverfälschte Signal aus. Eine solche Ausgabe wird verwendet, um hochfrequente Signale auf einem dafür ausgelegtem Gerät (Computer mit einer Hochgeschwindigkeits-Soundkarte oder einem Hochgeschwindigkeits-Rekorder) aufzuzeichnen. Der D200 verfügt über einen "High Frequency"-Ausgang der immer hochfrequente Signale ausgibt, während die anderen D2XX Detektoren dies nicht tun. Um hochfrequente Signale mit dem D230/D240X aufzuzeichnen, muss die Kommentar-Taste gedrückt werden, damit auf einem der beiden Ausgangskanäle ein hochfrequentes Signal ausgegeben wird. Also, so lange die Kommentar-Taste gedrückt wird, steht das hochfrequente Signal für Aufnahmen zur Verfügung.

3. Kann ich einen Mono-Rekorder verwenden, um Signale von meinem Fledermausdetektor aufzuzeichnen?

Der "Tape" Ausgang des D100/D200/D230/240x verfügt über eine Zwei-Kanal (Stereo)-Buchse. Um einen Mono-Rekorder verwenden, benötigen Sie ein spezielles "Stereo-zu-mono"-Kabel, das einen der zwei Kanäle von dem Sie mono aufnehmen wollen zu Ihrem Rekorder überträgt. Wenn Sie einen Stereo-Rekorder haben, sollten Sie ein Zwei-Kanal (Stereo)-Kabel verwenden.

Der D940/980 nutzt "Phono"-Buchsen als Tape-Ausgang, damit ein Mono-Kabel genügt, um sie zu einem Mono-Rekorder verbinden ist.

Der D500X und D1000X haben integrierte Rekorder, so dass es keine Notwendigkeit besteht, einen externen Rekorder anzuschließen.

4. Was sind die Unterschiede zwischen Zeit-Expansions- und Frequenz-Teilungs-Fledermausdetektoren?

Zeit-Expansions(ZE)- und Frequenz-Teilungs(FT)-Fledermausdetektoren sind beides "Breitband"-Detektoren. Das heißt, sie wandeln die ganze Zeit den gesamten Ultraschallbereich um (im Gegensatz zu einem Heterodyn-Interferometer, der zu jedem Zeitpunkt nur auf eine begrenzte Anzahl von Frequenzen empfindlich ist). Es gibt jedoch einige wichtige Unterschiede zwischen den beiden.

Ein FT-Detektor wandelt die Ultraschall-Rufe in Echtzeit, d.h. ein empfangenes Ultraschallsignal wird zeitgleich vom Fledermausdetektor in hörbare Signale umgewandelt. Ein ZE-Detektor speichert zuerst einen Teil des Ultraschall-Signals in seinem digitalen Speicher und  wiederholt es  dann in einer langsameren Geschwindigkeit, d.h. es transformiert die Signale nicht in Echtzeit. Die Verzögerung hängt von der aufgenommenen Signalelänge ab,  wenn diese sehr kurz  ist (bis ca. 100 ms), dann ist auch die Wiedergabe schnell gemacht und der Detektor gibt eine "nahezu" Echtzeit-Wiedergabe aus.

Da ZE-Detektoren das ursprüngliche Signal speichern (welches dann zeitlich gestreckt wird), liefert der Stereo-Ausgang eines solchen Detektors die gleichen Informationen wie das ursprüngliche Signal. Daher ist es möglich, mit solchen Aufnahmen jede Art der Analyse zu machen und so nützliche und genaue Ergebnisse zu erlangen. Dazu gehören Spektral-Analysen aller Arten (z.B. Spektrogramm/Sonagramm). Die FT-Detektoren registrieren die Anzahl von Zyklen eines Ultraschall-Signals und erzeugen so einen Ausgangs-Zyklus (Impuls) für jeden Eingangs-Zyklus N, wobei N häufig 10 ist. Effektiv wird die Frequenz durch N geteilt. Dadurch wird offensichtlich, dass FT-Detektoren in der Lage sind nur eine Frequenz (harmonische Schwingung) zu jedem Zeitpunkt wiederzugeben. In der Regel (aber nicht immer!) ist dies die Grundfrequenz. Folglich ist es nicht möglich harmonische Analysen von FT-Signalen durchzuführen. Um dies zu tun, sollten ZE-Signale verwendet werden.

ZE-Detektoren haben eine Reihe von Vorteilen gegenüber FT-Detektoren. Zum Beispiel sind sie sensibler und bieten dem Anwender bessere Möglichkeiten die transformierten Signale akustisch zu analysieren.

Zusammengefasst bedeutet dies, wenn Sie eine Breitband-Fledermaus-Detektor benötigen, ist ein ZE-Detektor in der Regel die beste Wahl. Wenn jedoch der begrenzte Speicher der ZE-Detektoren ein Problem ist und / oder wenn Sie Echtzeit-Wiedergaben benötigen, sollte ein FT-Detektor gewählt werden. Als Alternative zu einem ZE-Detektor kann die direkte Hochgeschwindigkeits-Aufzeichnung von Ultraschall-Signalen mit den D500X und D1000X Detektoren betrieben werden. In diesem Fall gibt es praktisch keine Begrenzung für die Länge der Aufnahmen (Speicherkapazität).

5. Wie richte ich das D240X, um die automatische Aufnahmen zu machen?

Siehe Beschreibung »

6. Kann ich eine externe Batterie für die D100/D200er Serie verwenden?

Antwort: Ja. Der einfachste Weg ist es, einen Adapter, der auf den regulären 9 V-Batterie-Anschluss des Detektors passt zu verwenden. Der Adapter wird dort und an die externe Batterie angeschlossen. Ein "Adapter" kann mit einem gewöhnlichen 9-Volt-Batterie-Stecker mit Kabeln hergestellt werden:

/other/9V_connector_medium.jpg

Hierzu wird das schwarze Kabel an den Pluspol der externe Batterie und das rote Kabel mit dem Minuspol verbunden. Bitte beachten Sie, dass dies gegensätzlich zum Standard ist! Dies ist der Fall, weil der Anschlussstecker bei uns in umgekehrter "Richtung"  verwendet wird, um mit Strom zu versorgen und nicht um Strom zu empfangen. Vor dem Anschluss einer externen Batterie an den Detektor mit Hilfe des oben erklärten "Adapters", sollten Sie sorgfältig überprüfen, ob die Polarität an dem "Adapter" dem einer 9 V Batterie entspricht, z. B. ist mit einem Multimeter. Verpolung kann zu bleibenden Schäden an dem Detektor führen.

7. Ist es möglich, aufgezeichnete Heterodyne-Signale (Überlagerungssignale) zur Signal-Analyse zu verwenden?

Nein, Überlagerungssignale sind nicht gut zur Analyse geeignet. Der Hauptgrund dafür ist, dass die Frequenz des Ausgangssignals von einem Überlagerungsdetektor von der, bei der Aufnahme auf dem Detektor eingestellten Frequenz abhängt. Ein solches Signal kann nicht zur Analyse verwendet werden. 

8. Mein D500X verliert Uhrzeit- und Datumseinstellungen, was kann ich tun?

Der D500X hat eine kleine Backup-Batterie eingebaut, die die Echtzeit-Uhr mit Strom versorgt, wenn der Detektor nicht von seinem normalen Batterien läuft. Wenn der D500X Zeit- und Datumseinstellungen verliert, ist die Backup-Batterie leer und muss ausgetauscht werden. Wie dies gemacht wird, hängt von der Version des D500X ab. Frühe Versionen erfordern, dass das Gerät auseinandergebaut wird. Bei neueren Geräten kann die Back-Up Batterie einfach nach dem Entfernen der Frontplatte (der mit den CF-Karten Slots) getauscht werden. Bitte kontaktieren(hyperlink) Sie Pettersson Elektronik für mehr Informationen.

Eine temporäre Lösung ist, dass Sie den D500X nicht durch Drehen des mit des INT/EXT-Schalter abschalten, sondern den 1/0 Schalter auf der Tastatur verwenden. So wird die Echtzeit-Uhr von den normalen Batterien mit Strom versorgt werden.

9. Welche Art von CF-Karten sollte ich mit dem D500X und D1000X benutzen?

Sandisk Ultra/Ultra II oder Sandisk Extreme/Extreme III CF-Karten sind empfehlenswert. Größen bis zu 32 GB sind getestet worden.

10. Die Akkuanzeige auf meinem D500X/D1000X Detektor zeigt an, dass der Akku in Ordnung ist, aber der Detektor schaltet sich nach einer kurzen Weile ab.

Die Batterieanzeige zeigt die Batteriespannung, nicht die verbleibende Batterielebensdauer. Vor allem, wenn eine externe Batterie mit einer höheren Nennspannung verwendet wird, kann die Batteriespannung hoch genug sein, so dass alle Segmente der Batterieanzeige angezeigt werden, selbst wenn der Akku ist bei weitem nicht vollständig geladen ist. Die Prüfung des Zustands von externen Batterien mit einem Batterie-Tester ist ein besserer Hinweis auf den Batteriestatus.

Die aktuelle Firmware-Version des D500X zeigt die aktuelle Spannung in Volt, anstatt der Balkenanzeige. Dies ergibt ein besseres Maß für den Zustand der Batterie.

11. Sollte ich die CF-Karte vor der Verwendung im D500X formatieren und/oder die "prepare"-Option angewenden?

Bei D500X -Detektoren mit Firmware Version 1 sollten die CF-Karten erst formatiert und dann die "prepare"-Befehl mit dem D500X Utility-Programm angewandt werden. Die "prepare"-Option wurde ab der Version 2 Firmware beseitigt. Also von Version 2 und folgende müssen die CF-Karten nur in Windows formatiert sein (FAT32), nicht "prepared". Folglich wurde der "prepare"-Befehl aus der aktuellen Version des D500X Utility-Programm entfernt worden.